Woran man einen alten Anschluss erkennt
- Braunes Wasser nach längerer Abwesenheit oder morgens
- Nachlassender Druck, besonders wenn mehrere Hähne gleichzeitig laufen
- Feuchte Stellen im Garten oder an der Kellerwand, wo die Leitung eintritt
- Wasserzähler läuft, obwohl alle Hähne zu sind
- Material: Verzinkter Stahl oder alter Grauguss deutet auf das Ende der Lebensdauer hin
Wem die Leitung gehört
In den meisten Gemeinden gehört der Hausanschluss ab der Hauptleitung dem Grundeigentümer, oft ab dem Absperrschieber in der Strasse. Damit trägt er auch die Kosten für den Ersatz. Die Wasserversorgung legt aber fest, wie der neue Anschluss ausgeführt wird: Material, Dimension, Tiefe, Wasserzähler. Bevor gebaut wird, braucht es ihre Zustimmung — und bei Arbeiten in der Strasse eine Aufbruchbewilligung.
Der Ablauf
- Abklärung mit der Wasserversorgung: Anschlusspunkt, Vorgaben, Termin für die Einbindung.
- Werkleitungsauskunft und Aufbruchbewilligung.
- Graben von der Hauptleitung bis zum Haus, im Leitungsbereich von Hand oder mit dem Saugbagger.
- Neue Leitung verlegen, heute meist aus Polyethylen (PE).
- Einbindung an der Hauptleitung und im Haus, Druckprobe.
- Einmessen, Graben schliessen, Oberfläche wiederherstellen.
Wie lange man ohne Wasser ist
Die eigentliche Umschaltung dauert oft nur wenige Stunden. Bis dahin bleibt die alte Leitung in Betrieb. Gut geplant, merken die Bewohner kaum etwas — ausser dem Graben im Garten.
Andere Leitungen gleich mitdenken
Wenn der Garten oder die Zufahrt sowieso offen ist, lohnt es sich zu fragen: Ist die Abwasserleitung noch gut? Braucht es ein Leerrohr für Glasfaser oder ein Kabel für eine künftige Ladestation? Ein zweiter Graben in fünf Jahren kostet ein Vielfaches.