Die Grabensohle
Am Grund des Grabens muss die Leitung gleichmässig aufliegen. Steine, Wurzeln oder harte Stellen würden punktuell drücken und die Leitung beschädigen. Die Sohle wird deshalb ausgeglichen und bei Bedarf mit einer Schicht aus Sand oder feinem Kies vorbereitet.
Die Bettung
Auf diese Schicht wird die Leitung gelegt. Bei Abwasserleitungen ist das Gefälle entscheidend: Die Bettung wird so ausgebildet, dass die Leitung über ihre ganze Länge das geplante Gefälle hat. Bei Druckleitungen wie Wasser oder Gas ist das Gefälle weniger kritisch, die gleichmässige Auflage aber genauso wichtig.
Die Umhüllung
Rund um die Leitung kommt feinkörniges Material, das sorgfältig von Hand oder mit leichtem Gerät verdichtet wird. Es schützt die Leitung vor scharfkantigen Steinen und verteilt die Lasten von oben gleichmässig. Bei manchen Abwasserleitungen wird die Leitung stattdessen einbetoniert.
Das Warnband
Über der Leitung, meist einige Dezimeter darüber, wird ein farbiges Warnband eingelegt. Wer später gräbt, stösst zuerst auf das Band und weiss: Darunter liegt etwas. Die Farbe zeigt, um welche Leitung es sich handelt. Ein kleines Detail, das manchem Bagger einen Schaden erspart.
Die Verfüllung
Der Rest des Grabens wird lagenweise mit geeignetem Material aufgefüllt und jede Lage verdichtet. In Strassen ist das meist Kiesmaterial, das die Lasten des Verkehrs aufnehmen kann. Die Verdichtung wird je nach Vorgabe des Strassenträgers geprüft.
Der Oberbau
Ganz oben kommt der Aufbau der Oberfläche: in der Strasse die Fundationsschicht und die Belagsschichten, im Garten Humus und Rasen, auf einem Vorplatz Pflästerung oder Asphalt.
Einmessen vor dem Zuschütten
Bevor die Leitung verschwindet, wird sie eingemessen: Lage und Höhe werden aufgenommen und an das Werk übergeben. Wer sich das spart, schafft das Problem, das jede spätere Baustelle kennt — eine Leitung, die nicht dort liegt, wo sie im Plan steht. Mehr zu unseren Werkleitungsarbeiten.