Warum Asbest gefährlich ist
Asbest besteht aus feinen Fasern. Werden asbesthaltige Materialien bearbeitet — gebohrt, geschliffen, gebrochen — können Fasern freigesetzt und eingeatmet werden. Sie können Jahrzehnte später schwere Erkrankungen der Lunge und des Brustfells verursachen. Solange das Material intakt ist und nicht bearbeitet wird, geht in der Regel keine Gefahr davon aus.
Wo Asbest im Haus vorkommen kann
- Faserzementplatten: Fassadenschindeln, Dachplatten, Blumenkisten, Fensterbänke
- Bodenbeläge: alte Vinyl- und Kunststoffplatten, Cushion-Vinyl mit Rückenbeschichtung
- Kleber und Spachtel unter Plättli und Bodenbelägen
- Fensterkitt und Dichtungsmassen
- Rohre: Abwasser- oder Lüftungsrohre aus Faserzement
- Brandschutzplatten in Heizungsräumen, hinter Öfen, in Elektroverteilern
- Kamine und Kaminverkleidungen
- Spritzasbest: selten in Wohnhäusern, häufiger in Industriebauten — und besonders gefährlich
Erkennen kann man ihn nicht
Ob ein Material Asbest enthält, sieht man ihm nicht an. Eine alte Eternitplatte kann asbesthaltig sein oder nicht. Sicherheit gibt nur eine Laboranalyse einer Probe. Die Probenahme sollte durch eine Fachperson erfolgen, weil schon dabei Fasern freigesetzt werden können.
Was man nicht tun sollte
- Nicht selbst bohren, schleifen, brechen in verdächtigen Materialien
- Keine alten Bodenbeläge herausreissen, ohne zu wissen, was darunter klebt
- Nicht mit dem Hochdruckreiniger asbesthaltige Fassaden- oder Dachplatten reinigen
- Kein Bauschutt aus verdächtigen Materialien in die normale Mulde
Was man tun sollte
Bei Gebäuden, die vor 1990 gebaut wurden, vor jedem Umbau eine Schadstoffabklärung machen lassen. Bei Verdacht eine Fachperson beiziehen. Die Suva bietet umfangreiche Informationen zu Asbest und eine Liste anerkannter Sanierungsfirmen.
Mehr zu Abbruch und Rückbau und im Beitrag Schadstoffe vor Umbau und Abbruch.