Die Wandsäge
Eine Wandsäge läuft auf einer Schiene, die an der Wand oder Decke befestigt wird. Ein grosses Diamantsägeblatt schneidet sich Schritt für Schritt durch das Bauteil. Die Schnitte sind gerade, präzise und bis zu einer gewissen Tiefe möglich. Die Wandsäge ist das Standardgerät für Tür- und Fensteröffnungen und für Deckenöffnungen.
Die Seilsäge
Bei sehr dicken Bauteilen oder schwierigen Geometrien kommt die Seilsäge zum Einsatz. Ein mit Diamantperlen besetztes Stahlseil wird um oder durch das Bauteil geführt — oft durch vorher gebohrte Kernbohrungen — und über Umlenkrollen angetrieben. Damit lassen sich praktisch beliebig dicke Bauteile trennen, auch unter Wasser oder an schwer zugänglichen Stellen.
Der Fugenschneider
Für Schnitte in horizontalen Flächen — Bodenplatten, Beläge, Strassen — gibt es den Fugenschneider. Er wird wie ein kleiner Wagen über die Fläche geschoben. Er schneidet etwa Asphalt und Beton vor einem Leitungsgraben auf, damit der Rand später sauber bleibt.
Warum Schneiden statt Spitzen
Mit dem Abbauhammer wird Beton zertrümmert. Das erzeugt Erschütterungen, die sich durch das Gebäude fortpflanzen und Risse verursachen können, auch weit weg von der Arbeitsstelle. Die Ränder werden unregelmässig und müssen aufwendig nachgearbeitet werden. Und es ist laut über lange Zeit.
Beim Schneiden:
- entstehen kaum Erschütterungen
- sind die Ränder sauber und brauchen wenig Nacharbeit
- lässt sich das Bauteil in Stücken entfernen, die sich transportieren lassen
- ist die Bewehrung kein Hindernis
Was vorher geklärt wird
- Statik: Welche Öffnung ist zulässig, wie wird abgestützt?
- Leitungen im Bauteil
- Abtransport: Wie kommen die geschnittenen Blöcke aus dem Gebäude? Ein Betonblock einer Türöffnung kann mehrere hundert Kilo wiegen.
- Kühlwasser: Es muss aufgefangen werden.
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